Bereits konvertierte Energiebierger

Faber – Olingen 11.21 kWp

Der Autor ist Serge

5 Rue d'Eschweiler, Olingen, Luxembourg

Installation photovoltaïque en copropriété sur l’atelier communale de Lorentzweiler (Lu)

Der Autor ist florian.rochko@energiepark.lu

9 Rue de Hunsdorf, 7359 Lorentzweiler, Luxembourg

Sandweiler

Der Autor ist Mara

21 An de Strachen, Sandweiler, Luxembourg

Weiterführende Informationen zu Erneuerbaren Energien in Luxemburg


Ihr Dach: Eine unerwartete Goldmine

Die Teilnahme am Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur gut für das Klima. Angesichts niedriger Zinsen können Investitionen in die Erneuerbaren auch wirtschaftlich attraktiv sein.
Der luxemburgische Staat fördert den Ausbau erneuerbarer Energien. Zum einen werden Investitionskosten Beihilfen für Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien gewährt.

Im Hinblick auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen werden zudem – bis zu einer bestimmten Größe der Anlage – für jede Kilowattstunde, die in das Netz eingespeist wird, garantierte Zahlungen geleistet.

Profitieren Sie von den Subventionen! Starten Sie Ihr eigenes Erneuerbare-Energien-Projekt oder nehmen Sie an Gemeinschaftsprojekten teil!


Mit Vorsicht zu genießen!

Aus Biomasse gewonnene Energie ist nicht automatisch „bio“!

Bei der Erzeugung von Energie aus Biomasse werden Pflanzen, die speziell zu diesem Zweck angebaut wurden, sowie tierische und pflanzliche Abfälle (Gülle, Holz, Mais, Raps, Stroh, Weizen, Gras, Restmüll, etc.) entweder direkt verbrannt oder fermentiert, um brennbare Gase zu bilden und diese dann in ein Gasnetz zu speisen. Im Verkehrswesen ersetzen pflanzliche Rohstoffe traditionelle Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin.

Innerhalb der EU ist die Energieerzeugung aus Biomasse die am häufigsten genutzte erneuerbare Energiequelle. Im Jahr 2014 wurden 8,0% des europäischen und 3,9% des luxemburgischen Energiebedarfs aus dieser Quelle gedeckt.

Der Anbau von Energiepflanzen konkurriert zunehmend mit der Produktion von Nahrungsmitteln. Die Erzeugung von Biomasse hat beträchtliche Auswirkungen auf die Umwelt und führt häufig zu sozialen Konflikten in Erzeugerregionen. Zudem zerstört die Produktion von Biomasse oft ganze Ökosysteme, insbesondere durch Entwaldung. Eine nachhaltige Energiegewinnung aus Biomasse ist daher nur begrenzt möglich.


Bereits von den alten Griechen genutzt

Wussten Sie, dass Energieerzeugung aus Wasser eine uralte Idee ist? Bereits vor mehr als 2000 Jahren verwendeten die Griechen hydraulische Energie, um ihr Getreide zu mahlen.

Hydraulische Kraftwerke können nicht überall installiert werden, sondern nur dort, wo der Wasserdurchfluss groß genug ist, um Turbinen anzutreiben. Dies setzt eine bestimmte Neigung und eine bestimmte Wassermasse voraus. Das Wasser treibt die Turbinenräder an, die ihrerseits Generatoren antreiben, die dann Strom erzeugen.

Im Jahr 2014 wurden in der EU 2,0% der Energie durch Wasserkraftwerke erzeugt. In Luxemburg waren es 0,2%. Einer der Vorteile von Wasserkraftwerken ist, dass sie den Strom auf relativ konstantem Niveau produzieren. Darüber hinaus ist der Energieertrag von Wasserkraftwerken, im Gegensatz zur Energieerzeugung aus Solarzellen, tageszeitunabhängig.

Große Wasserkraftwerke können jedoch erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und Mensch haben. Weltweit zerstören riesige Staudammprojekte Flussökosysteme und führen zur Vertreibung von Anwohnern, die so gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen.


Wenn der Wind weht, bauen die einen Mauern …

… und die anderen Windmühlen. Nehmen wir den Schluss dieser Weisheit wörtlich! Denn Windenergie ist weltweit eine der wichtigsten Quellen erneuerbarer Energien.

Windparks zur Stromerzeugung können an geeigneten Standorten auf dem Land sowie auf dem Meer errichtet werden. Bei der Planung und Inbetriebnahme von Windparks müssen selbstverständlich die Folgen für Mensch und Umwelt berücksichtigt werden.

Lärmbelästigung sowie Risiken für Vögel und Fledermäuse können durch die Wahl geeigneter Standorte minimiert werden.

Im Jahr 2014 wurden 1,4% des Energiebedarfs in der EU durch Windkraft gedeckt. Auch hier liegt Luxemburg deutlich unter dem europäischen Durchschnitt: Nur 0,2% des Energiebedarfs des Landes stammten aus Windparks. Der Bau von Windparks erfordert neben einem Genehmigungsverfahren erhebliche Investitionen. Diese Form der Energieerzeugung ist daher weniger auf einzelne Haushalte zugeschnitten, sondern betrifft eher Genossenschaften und Unternehmen.


Heize wer kann

Wussten Sie, dass die Menge der Solarenergie, die innerhalb von vier Stunden auf die Erde trifft, ausreicht, um den Jahresbedarf der gesamten Weltbevölkerung abzudecken?

In unseren Breiten wird Solarenergie heutzutage sowohl für die Produktion von heißem Wasser (zum Waschen und Duschen, für Wasch- und Geschirrspülmaschinen und zum Heizen) als auch zur Stromerzeugung verwendet. Solarmodule können normalerweise problemlos an Gebäuden installiert werden.
In Photovoltaikanlagen wird Sonnenlicht mithilfe von Solarzellen in elektrische Energie umgewandelt. Die Anlagen arbeiten selbst bei Bewölkung, dann jedoch mit reduzierter Leistung.

In Luxemburg betrug der Anteil der Solarenergie am Energieverbrauch im Jahr 2015 nur 0,3%. Und das obwohl eine Studie des Fraunhofer-Instituts gezeigt hat, dass diese in Luxemburg das größte Potenzial im Bereich der erneuerbare Energien bietet. Bis 2020 könnten 246 Gigawattstunden produziert werden, was rund 4% unseres Stromverbrauchs aus dem Jahr 2015 entsprechen würde.


Solarpanel – große Klasse!

Die Erneuerbaren sind „in“: Immer mehr Menschen beteiligen sich am Ausbau der erneuerbaren Energien. Denn für die Eigenproduktion werden keine riesigen Werke benötigt. Stattdessen können sie in Anlagen unterschiedlicher Größe erzeugt werden – auch von Einzelhaushalten. Dies trägt zur Dezentralisierung und Demokratisierung der Energieversorgung bei.

Im Jahr 2015 produzierten 12 Millionen Menschen in der EU ihren eigenen Strom. Das Potenzial dieser „Bürgerenergie“ ist enorm. Bis 2050 könnten 264 Millionen Europäer, also die Hälfte aller EU-Bürger, an der Erzeugung erneuerbarer Energien teilnehmen.

In Luxemburg könnten bis 2050 18% des Strombedarfs durch Bürgerprojekte erzeugt werden. Zwei von fünf Bürger, das entspricht 437 000 Menschen, könnten sich also aktiv an der Energiewende in Luxemburg beteiligen.

Es gibt viel zu tun! Gemeinsam können wir die Energiewende in Luxemburg erreichen!


Klimaziel: Die Erneuerbaren eilen zur Hilfe!

Erneuerbare Energien leisten einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz: Sie sind der Schlüssel zu einer weltweiten Reduktion von umweltschädlichen Treibhausgasen.

Erneuerbare Energien sind vor allem dank Sonne- und Windkraft unbegrenzt verfügbar. Sie haben demnach einen klaren Vorteil gegenüber fossilen und nuklearen Brennstoffen, die nur in begrenzten Mengen vorhanden sind.

Im Jahr 2015 wurden 16,7% des Energiebedarfs der EU aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen; in Luxemburg waren es lediglich 5%.

Zusammen mit Malta war Luxemburg demnach das Land mit dem niedrigsten Anteil bei der Nutzung erneuerbarer Energien. An mangelnden Kapazitäten für den Einsatz erneuerbarer Energien in Luxemburg liegt es jedoch nicht.

Aus Gründen des Klimaschutzes muss sichergestellt werden, dass unsere Energieversorgung bis 2050 zu 100% aus erneuerbaren Energien besteht. Dieses Ziel ist ehrgeizig, aber erreichbar. Und das ist keine Frage der technischen Machbarkeit: Es liegt vor allem an der Bereitschaft von Politikern, Energieversorgern und Verbrauchern, die Energiewende erfolgreich umzusetzen.


Sie werfen gern Geld aus dem Fenster?

Nein? Diejenigen, die die europäische Energiepolitik steuern, schon!

Mehr als die Hälfte des gesamten europäischen Energiebedarfs wird importiert, insbesondere aus Krisenregionen: 90% Öl, 66% Erdgas, 42% Kohle und 40% Kernbrennstoff. Und natürlich nicht gratis: Diese Importe kosten uns mehr als eine Milliarde Euro pro Tag!

Erneuerbare Energien ermöglichen es, nicht von Öl, Gas, Kohle und Atomenergie abhängig zu sein. Sonnen- und Windenergie sind kostenlos, abgesehen von den Investitionskosten der Anlagen. Und dank erneuerbarer Energien entstehen täglich lokale und regionale Arbeitsplätze.

Die aktuelle Greenpeace-Studie Energy [R]evolution geht davon aus, dass im Bereich der erneuerbaren Energien bis 2030 weltweit bis zu 48 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden können. Gleichzeitig würden die Ausgaben für fossile Brennstoffe sinken, was zu Einsparungen in Milliardenhöhe führen würde.