Mit Vorsicht zu genießen!

Aus Biomasse gewonnene Energie ist nicht automatisch „bio“!

Bei der Erzeugung von Energie aus Biomasse werden Pflanzen, die speziell zu diesem Zweck angebaut wurden, sowie tierische und pflanzliche Abfälle (Gülle, Holz, Mais, Raps, Stroh, Weizen, Gras, Restmüll, etc.) entweder direkt verbrannt oder fermentiert, um brennbare Gase zu bilden und diese dann in ein Gasnetz zu speisen. Im Verkehrswesen ersetzen pflanzliche Rohstoffe traditionelle Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin.

Innerhalb der EU ist die Energieerzeugung aus Biomasse die am häufigsten genutzte erneuerbare Energiequelle. Im Jahr 2014 wurden 8,0% des europäischen und 3,9% des luxemburgischen Energiebedarfs aus dieser Quelle gedeckt.

Der Anbau von Energiepflanzen konkurriert zunehmend mit der Produktion von Nahrungsmitteln. Die Erzeugung von Biomasse hat beträchtliche Auswirkungen auf die Umwelt und führt häufig zu sozialen Konflikten in Erzeugerregionen. Zudem zerstört die Produktion von Biomasse oft ganze Ökosysteme, insbesondere durch Entwaldung. Eine nachhaltige Energiegewinnung aus Biomasse ist daher nur begrenzt möglich.