Voraussetzungen und Beihilfen

Was sind die Voraussetzungen, um das Projekt abzuschließen? Was sind die staatlichen Beihilfen, um mein Projekt durchzuführen? Die möglichen Finanzierungen und wie man sie erhält

Welche Voraussetzungen und Bedingungen müssen erfüllt sein, um mein Projekt verwirklichen zu können?

Welche Voraussetzungen und Bedingungen müssen erfüllt sein, um mein Projekt verwirklichen zu können?

Photovoltaikanlagen, insbesondere Solarzellen haben eine Lebensdauer von 30 Jahren und mehr. Und da der Abbau und Wiederaufbau der Anlage beträchtliche Kosten mit sich bringt, ist davon abzuraten, Sonnenkollektoren auf einem Dach anzubringen, welches demnächst renoviert werden soll.

Umgekehrt, ist es aus logistischer und wirtschaftlicher Hinsicht besonders sinnvoll, eine Photovoltaikanlage bei einem Neubau oder eben bei Renovierungen am Dach einzuplanen. Auf die Weise kann die Photovoltaikanlage und ihre Ertragfähigkeit bereits in den Bauplänen berücksichtigt werden und die Dachkonstruktion entsprechend optimiert werden. Einen Einfluss auf die Ertragfähigkeit einer Photovoltaikanlage haben dabei beispielsweise die Größe, die Ausrichtung und die Neigung eines Daches (beziehungsweise der Fläche, um die es geht).

Bevor Ihre Photovoltaikanlage ans Stromnetz liefern kann, muss die Anlage vorher vom zuständigen Verteilernetzbetreiber genehmigt werden. Es ist daher wichtig, den zuständigen Verteilernetzbetreiber so früh wie möglich über die geplante Photovoltaikanlage zu informieren. Dieser kann Sie dann auch über die genauen Netzanschlussbedingungen informieren und ist dafür zuständig, das Netz für den Strom aus Ihrer Photovoltaikanlage freizuschalten.

Es ist zudem ratsam, im Voraus zu überprüfen:

  • ob ihr Dach möglicherweise schädliche bzw. giftige Elemente enthält, die während der Installierung der Anlage freigesetzt werden könnten, wie beispielsweise Asbest.
  • ob das Stromnetz, welches an das Gebäude gekoppelt ist, in dem die Anlage installiert werden soll, Beschränkungen unterliegt bezüglich der maximalen Leistungsfähigkeit und der Anschlussmöglichkeiten. Wenn dem so sein sollte, ist es notwendig bei Creos einen Antrag zu stellen.
  • ob eine Baugenehmigung benötigt wird. Dies erfahren Sie von der zuständigen Gemeindeverwaltung. Es lohnt sich zudem auch gleich nachzufragen, ob die Gemeinde vielleicht ebenfalls finanzielle Beihilfen für den Bau von Photovoltaikanlagen bereitstellt.

Als nächster Schritt wird es Zeit, einen Fachmann in der Branche zu kontaktieren. Wir empfehlen Ihnen, ein Projekt über unserer Website zu starten und nach schnell und einfach Angebote bei mehreren Anbietern für Ihr Projekt zu fragen.So erhalten Sie mehrere Impressionen und Kontakte und bei einem von Ihnen gewünschten Angebot (finden Sie im Dashboard) können Sie sich an den betreffenden Profi wenden, einen Termin vereinbaren und ein endgültiges Angebot anfordern.

Was gibt es für staatliche Beihilfen für mein Projekt?

Was gibt es für staatliche Beihilfen für mein Projekt?

Zur Durchführung von Investitionsprojekten, die die rationelle Energienutzung und die Erschließung erneuerbarer Energiequellen zum Ziel haben, gewährt das Umweltministerium (Ministère de l’Environnement) Subventionen.

Das Umweltministerium gewährt eine finanzielle Beihilfe namens „PRIMe HOUSE“, mit der die Investitions- und Montagekosten für folgende technische Anlagen bezuschusst werden:

  • Solarheizanlagen;
  • Photovoltaikanlagen;
  • Wärmepumpen;
  • Holzheizungen;
  • Wärmenetze und Anschlüsse.

Für jeden Anlagentyp ist bei der Gemeindeverwaltung des Gebäudestandortes nachzuprüfen, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist.

Finanzielle Unterstützung kann von jedem beantragt werden, der die Energieeffizienz seines Hauses (Haus oder Wohnung) verbessern möchte: natürliche Personen, gemeinnützige Vereine (NPOs), Immobilienunternehmen (SCI), private Promotoren und öffentliche Promotoren.

Förderungen für thermische Anlagen

Technische Anlagen Förderung Höchstbetrag

Solarheizanlage zur Warmwasseraufbereitung

50 %

  • 2.500 Euro für ein Einfamilienhaus
  • 2.500 Euro je Wohneinheit in einem Mehrfamilienhaus
    (höchstens 15.000 Euro)

Solarheizanlage zur Warmwasseraufbereitung kombiniert mit einer Zusatzheizung

50 %

  • 4.000 Euro für ein Einfamilienhaus
  • 4.000 Euro je Wohneinheit in einem Mehrfamilienhaus
    (höchstens 17.000 Euro)

Eine zusätzliche pauschale Beihilfe von 300 Euro kann gewährt werden, wenn die Installation der Solarheizanlage gleichzeitig mit der Ersetzung der bestehenden Zentralheizung durch eine Holzheizung oder eine Wärmepumpe erfolgt.

Für die Installation einer Wärmepumpe, einer Heizung oder einer Solarheizanlage mit Heizungsunterstützung in einem Neubau muss ein hydraulischer Abgleich vorgenommen werden.

Die Anlagen müssen zudem bestimmte Kriterien erfüllen: Die thermischen Solarkollektoren müssen von der europäischen Marke Solar Keymark zertifiziert sein; Die Anlage muss zwingend mit einem Kalorimeter ausgestattet sein; Die Bruttofläche der Kollektoren mit Heizungsunterstützung muss:

  • bei Flachkollektoren mindestens 9 m2 betragen;
  • bei Vakuumröhrenkollektoren mindestens 7 m2 betragen.

 

Fördermittel für Photovoltaikanlagen ≤ 30 kWpeak

  Förderung Höchstbetrag
    Bürger und Kooperativen Communes Entreprises

Photovoltaikanlagen

20 %

500 € / kWp

350 € / kWp

ausgeschlossen *

Die Beihilfe von 20% bezieht sich auf die förderfähigen Kosten der Photovoltaikanlage einschließlich der Arbeitskräfte. Die Verbindung zum Netzwerk ist ausgeschlossen.

Gemäß dem „Gesetz vom 18. Februar 2010 über ein System zum Schutz der Umwelt und zur rationellen Nutzung der natürlichen Ressourcen“ gibt es keine Möglichkeiten für Investitionszuschüsse im Falle von grossen industriellen Photovoltaik-Anlagen. Es wird empfohlen, sich mit Ihrem Finanzberater in Verbindung zu setzen, um sich über die Möglichkeit zu informieren, die Mehrwertsteuer und andere Steuervorteile zurückzuerhalten hinsichtlich einer eigenen Photovoltaikanlage, abhängig von der Situation Ihres Unternehmens.

Für Strom aus Photovoltaikanlagen wird ein Einspeisetarif für 15 Jahre festgelegt

Photovoltaik-Anlagen Berechnung des Einspeisetarifs 2017 2018 2019
Installation ≤ 30 kWp 264 • X • (1 – («Année actuelle» – 2013) • 0,09) / 1000 0,1689 €/kWh 0,1452 €/kWh 0,1214 €/kWh
zwischen 30 und 100 kWp 160 • X • (1 – («Année actuelle» – 2016) • 0,06) / 1000 0,1504 €/kWh 0,1408 €/kWh 0,1312 €/kWh
zwischen 100 und 200 kWp 153 • X • (1 – («Année actuelle» – 2016) • 0,06) / 1000 0,1438 €/kWh 0,1346 €/kWh 0,1255 €/kWh

Mit X : Reduktionsfaktor (0,7-1) der von dem Minister festgelegt werden kann, mit Standart, X=1

Einspeisetarif auf 15 Jahre festgelegt: Wenn Sie beginnen, Strom aus Ihrer Photovoltaikanlage in das nationale Stromnetz einzuspeisen, erstattet Ihnen der Staat Luxemburg die kWh über einen im Gesetz festgelegten Einspeisetarif, welcher 15 Jahre lang stabil bleibt. Der Einspeisetarif für neue Photovoltaikanlagen, die 2018 ans Netz gehen, wird vom Umweltministerium mit 0,1452 € / kWh vergütet. Ein relativ guter Verkaufspreis im Vergleich zum internationalen Marktpreis, der bei 0,03 – 0,04 € / kWh liegt (für die Komponente: Energie).

Jedoch ist die Senkung des festen Einspeisetarifs für Greenpeace und die Industrie viel zu hoch (von 2017 bis 2018: – 14%), was unter anderem die neuen und insbesondere die kleineren Anlagen, oft beeinträchtigt, in den ersten 15 Produktionsjahren profitabel zu sein. Greenpeace möchte sicherstellen, dass die Bürger nicht bestraft werden, wenn sie bereit sind, zur Energiewende beizutragen. Helfen Sie auch mit und unterschreiben Sie unsere Petition für Erneuerbare Energien!Lasst uns zusammen Druck aufbauen und einen sonnigen Übergang anstreben!

Eigenverbrauch in Luxembourg ?

Eigenverbrauch in Luxembourg ?

Zum heutigen Zeitpunkt (2017) lohnt sich der Eigenverbrauch von Solarenergie (Photovoltaik) zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht in Luxemburg nicht. Ein Privatproduzent von Solarenergie (Photovoltaik), welcher in Luxemburg nach einem festgelegten Einspeisetarif bezahlt wird, tut – aus wirtschaftlicher Hinsicht – aus verschiedenen Gründen gut daran den eigens produzierten Strom ins Netz einzuspeisen, statt ihn selbst zu konsumieren:

  • Der Netzbetreiber verlangt bei Eigenbedarf 0,0424 €/kWh (für die Verfügbarkeit des Netzes), wenn das betreffende Photovoltaiksystem ans nationale Stromnetz angeschlossen ist. Beim derzeitigen Strompreis von 0,17 €/kWh und einem Einspeisetarif von 0,1452 €/kWh zu Gunsten des Privatproduzenten (für eine Anlage von 2018). Sollten Sie sich hingegen dafür entscheiden, die Energie, die Sie produzieren, auch selbst zu konsumieren, zahlen Sie 0,0424 €/kWh (die von Creos verlangten Aufwendungen). Ihr Ersparnis wird dadurch auf 0,17 €/kWh  – 0,0424 €/kWh = 0,1276 €/kWh gedrückt. Der Eigenverbrauch bewirkt demnach einen Verlust von 0,1276 €/kWh – 0,1452 €/kWh = – 0,0176 €/kWh, im Vergleich dazu, die eigens produzierte Solarenergie (Photovoltaik) ins nationale Netz einzuspeisen.
  • Eine Batterie als Alternative dazu, das Photovoltaiksystem ans nationale Stromnetz anzuschließen, lohnt sich angesichts der niedrigen Strompreise zumindest noch nicht.

Laut der neuen Gesetzesvorlage (2018), sollen Anlagen bis 100kWp nun im Stande sein steuerbefreit Eigenkonsum zu betreiben. Allerdings erhält man für den überschüssigen, also nicht gleich selbst verbrauchten Strom, keinen festen Einspeisetarif mehr und muss diesen zu Grosshandelspreisen ins Netz verkaufen. Somit lohnen sich nur Anlagen zum Eigenkonsumm, wenn möglichst viel Energie sofort selbst konsummiert werden kann (in der Regel >75% der Energie).

In den kommenden Jahren jedoch wird sich die Ausgangslage verändern und der Eigenverbrauch wirtschaftlich interessanter werden; nicht zuletzt weil einige Anlagen das Alter von 15 Jahren überschreiten werden, was zur Folge haben wird, dass ihren Eigentümern kein festgelegter Einspeisetarif  mehr zusteht. Dadurch wird die Alternative Eigenverbrauch schlagartig finanziell viel interessanter, weil ab dem Zeitpunkt der Verkaufspreis ans nationale Stromnetz an den auf dem internationalen Markt gehandelten Preis angepasst wird, und der liegt zurzeit bei 3-4 Cent/kWh, statt dem vorher festgelegten Einspeisetarif.

Der Eigenverbrauch kann aber unter ganz bestimmten Umständen auch heute schon vorteilhaft sein. So zum Beispiel im Falle einer freistehenden Solaranlage, welche nicht ans nationale Stromnetz angeschlossen ist (dadurch entfallen die 0,0424 €/kWh für die Verfügbarkeit des Netzes). Wenn die Distanz zwischen dem mit Energie zu versorgendem Objekt und dem Netz sehr groß ist und zur Betreibung des Objektes kein übermäßiger Energiebedarf besteht – speziell in den Wintermonaten – dann kann eine Photovoltaikanlage mit Speicheranlage wiederum interessant sein, auch wirtschaftlich. Bei einem nicht ans Stromnetz angeschlossenes Photovoltaiksystem muss aber natürlich auf den festgelegten Einspeisetarif verzichtet werden, so dass keine Profite generiert werden können, sondern ausschließlich Einsparungen im Rahmen des Eigenverbrauchs.

Welche Finanzierungs- und Kooperationsmöglichkeiten gibt es?

Welche Finanzierungs-  und Kooperationsmöglichkeiten gibt es?

Investitionen in Photovoltaikanlagen sind eine sichere und vorsichtige Geldanlage mit stabiler Rendite; weshalb die entsprechenden Darlehen auch mit günstigen Zinssätzen vergeben werden.

Aus rein finanzieller Hinsicht ist es manchmal sogar gewinnbringender auf Darlehen zurückzugreifen, statt Eigenmittel einzusetzen. Zwar ist die Gesamtsumme des erzielten Gewinnes beim Einsetzen von Eigenkapital höher (im Vergleich zu der gleichen Summe als Darlehen, statt Eigenkapital), jedoch können die Gewinne proportional zum Ausgangskapital bedeutender sein. Diese Rechnung geht natürlich nur dann auf, wenn die Rendite der betätigten Investition höher ist, als der Zinssatz des eingesetzten Darlehens.

Allerdings ist nicht jedem daran gelegen, bei einer Bank oder einem anderen Finanzinstitut ein Darlehen aufzunehmen. Zum Glück gibt es auch noch andere Wege, die Finanzierungsfrage zu klären.

Diese Plattform erlaubt es, Menschen zusammenzubringen, die einerseits daran interessiert sind, ein Darlehen oder eine ähnliche externe Finanzierung aufzunehmen, mit andererseits jenen, die sich in kollektive erneuerbare Energien Projekte einbringen wollen. Die Option „Mein produktives Dach“ ermöglicht es Ihnen zudem, ihr Dach einer Genossenschaft über 15 Jahre zur Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen (wenn die Grundbedingungen stimmen) und nach Ablauf dieser 15 Jahre selbst Eigentümer der Photovoltaikanlage auf ihrem Dach zu werden, ganz ohne Zusatzkosten.

Für weitere Informationen zum Thema Investitionen in Photovoltaikprojekte, begeben Sie sich auf die Seite „Meine Investition“.